Den richtigen Feuerlöscher kaufen

Feuerlöscher sind ein effektives Mittel zur schnellen Ersthilfe bei Bränden. Sie können kleine Brände ganz löschen und bei größeren Hausbränden Zeit verschaffen bis die Feuerwehr eintrifft. In Privathaushalten werden Feuerlöscher leider seltener eingesetzt. Dabei ist er gerade hier besonders wichtig, um sich vor den Flammen zu schützen. Feuerlöscher können erhebliche Schäden abwenden. Allerdings ist nicht jeder Feuerlöscher für jede Brandklasse geeignet. Wer sich einen Feuerlöscher kaufen möchte, sollte daher zunächst über den Einsatzzweck nachdenken. Diese Seite hilft Ihnen bei der Auswahl des richtigen Feuerlöschers und gibt zusätzlich nützliche Informationen rund um den Umgang und die Wartung eines Feuerlöschers.

Feuerlöscher Test - Vergleichstabelle

Andris Feuerlöscher F-Exx Smartwares Haus und Werkstatt
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Gibt es eine Feuerlöscher Pflicht?

In öffentlichen Gebäuden, Betrieben und Gewerben sind Feuerlöscher gesetzlich vorgschrieben. Für Privathaushalte gibt es bislang keine Pflicht, einen Feuerlöscher zu kaufen. Dennoch ist es sinnvoll auch im privaten Haushalt einen Feuerlöscher zu besitzen. Statistisch gesehen sterben bei einem Brand weniger Menschen, wenn im Haushalt ein Feuerlöscher vorhanden ist. Auch der Sachschaden kann durch Feuerlöscher erheblich reduziert werden. Für den privaten Gebrauch gibt es schon günstige Modelle, die leicht zu bedienen sind und durch ihre Größe auch gut im Auto mitgeführt werden können. Denn auch hier sind Feuerlöscher noch keine Pflicht, aber dennoch sinnvoll. Jeder, der einen Haushalt führt, sollte sich daher einen Feuerlöscher kaufen oder sich über die günstigen Alternativen informieren.

Die verschiedenen Feuerlöscher Arten

Wie bereits geschildert wurde, gibt es verschiedene Feuerlöscher, die für unterschiedliche Brände konzipiert wurden. Der Unterschied liegt in dem Löschmittel, das sich innerhalb des Feuerlöschers befindet. Bei den klassischen Feuerlöschern gibt es vier verschiedene Löschverfahren: mit Schaum, mit Kohlenstoffdioxid, mit Pulver und mit Wasser. Zudem gibt es spezielle Fettbrand-Löscher, die etwas handlicher sind als die großen Feuerlöscher und die sich in jeder Küche befinden sollte. Außerdem gibt es Löschsprays, die ebenfalls sehr viel kleiner sind als die normalen Feuerlöscher. Auch Löschdecken können eine Alternative oder Zusatz zum herkömmlichen Feuerlöscher sein. Bevor Sie also einen Feuerlöscher kaufen, müssen Sie genau wissen welche Art von Bränden in Ihrem Zuhause entstehen können.

Der Schaum Feuerlöscher

Schaum Feuerlöscher sind die bekanntesten Löscher in den privaten Haushalten. Er kommt aber auch in Bürogebäuden, Verkaufsflächen, Flughäfen und sogar in der Landwirtschaft zum Einsatz. Die Verwendungsmöglichkeiten von Schaum Löschern sind zahlreich. Gerade in geschlossenen Räumen wird häufig diese Art des Feuerlöschers verwendet. Grund dafür ist, dass sich der Schaum durch die Löschpistole zielgerichtet auf den Brand lenken lässt. Das ist für den Laien erstens einfacher und zweitens hält sich der Schaden, der durch den Schaum entsteht in Grenzen. Oftmals befindet sich der Schaum in einer Kartusche in dem Feuerlöscher, die sich erst dann öffnet, wenn der Feuerlöscher genutzt wird. Schaum Feuerlöscher sind für die Brandklassen A und B geeignet.
Wenn Sie sich einen Feuerlöscher kaufen möchten, der mit Schaum löscht, achten Sie auf die Haltbarkeit des Löschers. Oft die Schaum Feuerlöscher nur eine kurze Zeit bis zu 6 Jahre haltbar. Danach muss der Schaum ausgetauscht werden. Dieser kostet etwa 70€. Es gibt jedoch auch Schaum Löscher mit Haltbarkeiten von 8-10 Jahren, deren Löschmittelaustausch nur ungefaähr 20€ kostet. Es empfiehlt sich also auch diese "versteckten" Kosten beim Kauf mit einzukalkulieren.

Für die Schaum Feuerlöscher kommen verschiedene Schaumlöschmittel in Frage:

  • Wasserfilmbildende Schaummittel
  • Alkoholbeständige Schaummittel
  • Mehrbereichsschaummittel
  • Proteinschaummittel
  • Wasserfilmbildende Proteinschaummittel
  • Fluor-Proteinschaummittel

Je nach Einsatz gibt es verschiedene Mittel, die sich besonders gut eignen. Für den privaten Gebrauch eignen sich am besten wasserfilmbildende Schaummittel, da sich diese mit einem feuchten Tuch leicht abwischen lassen.

Die Funktionsweise von Schaum Feuerlöschern ist sehr effektiv. Der Schaum legt sich wie eine leicht Decke über den Brand und breitet sich dank seiner Fließeigenschaft schnell oberhalb des Feuers aus und beginnt zu stocken. Unter diese Schaumdecke ersticken die Flammen und die Decke kühlt zugleich.

Fazit: Für den privaten Hausgebrauch sind Schaum Feuerlöscher dank ihrer einfachen Handhabung und der anschließend leichten Reinigung bestens geeignet. Aufgrund der eingelagerten Kartusche, die sich erst bei Inbetriebnahme des Löschers öffnet, sind Schaum Löscher relativ umweltfreundlich. Es gibt zudem auch spezielle Bio Schaum Feuerlöscher, die nicht viel mehr kosten als die normalen Schaum Löscher.

Der CO2 Feuerlöscher

CO2 Feuerlöscher löschen mit Kohlenstoffdioxod. Der Vorteil an diesen Feuerlöschern ist das nahezu rückstandslose Löschen. Gerade bei empfindlichen, technischen Geräten wäre das Löschen mit Schaum verheerend, da die Geräte danach defekt wären. Das Kohlenstoffdioxid dagegen löscht ohne zu beschädigen. Da sich das Kohlenstoffdioxid an der frischen Luft zu schnell zersetzt, ist das Löschen damit nur in geschlossenen Räumen möglich. Da der Einsatz von Kohlenstoffdioxid jedoch gefährlich werden kann, sind diese Feuerlöscher nur für einen professionellen Einsatz beispielsweise von der Feuerwehr geeignet. CO2 Feuerlöscher sind außerdem nur für die Brandklasse B geeignet, da sie nur für den Brand von Flüssigkeiten zugelassen sind.

CO2 Feuerlöscher kommen meist in der Industrie oder in chemischen Laboren zum Einsatz.

Das Löschen mit CO2 funktioniert, da das Kohlenstoffdioxid den Sauerstoff verdrängt, den das Feuer zum brennen benötigt.

Fazit: Das Löschen mit einem CO2 Feuerlöscher ist gut geeignet zum Löschen von Bränden mit Flüssigkeiten. Dem Laien wird von der Verwendung jedoch abgeraten, da der Einsatz nur mit einem luftunabhängigen Atemschutz möglich ist. Auch bei der Lagerung eines CO2 Feuerlöschers sollte Vorsicht geboten werden, da das Kohlenstoffdioxid flüssig gelagert wird und bei Berührung zu Hautverbrennungen führen kann. Kohlenstoffdioxid Feuerlöscher sind nur für den Gebrauch in geschlossenen Räumen geeignet, da sie andernfalls ihre Wirkung verlieren würden. Bevor Sie also einen CO2 Feuerlöscher kaufen, bedenken Sie die angeführten Probleme.

Der Pulver Feuerlöscher

Pulver Feuerlöscher decken die meisten Brandklassen ab. Sie kommen vor allem dort zum Einsatz, wo viele Brandklassen entstehen könnten und die Sicherheit von Menschen gefährdet ist. Pulver Löscher löschen einen Brand schlagartig und verhindern durch spezielle Inhaltsstoffe ein erneutes Aufflammen des Brandes. Im privaten Hausgebrauch werden Pulver Feuerlöscher ungern angewandt, da sie erhebliche Verschmutzungen verursachen. Das Pulver ist jedoch nicht giftig oder gesundheitsgefährdend. Je nachdem welches Pulverlöschmittel gewählt wird, eignen sich Pulver Löscher für die Brandklassen A, B, C und D.

Die sogenannten ABC-Pulver Feuerlöscher können die Brandklassen A, B und C löschen. Sie sind daher praktisch und vielseitig einzusetzen. Die BC-Pulver Löscher eignen sich zum Löschen der Brandklassen B und C. Sie haben eine mechanische, antikatalytische Löschwirkung und benötgen daher unbedingt einen Sicherheitsabstand von mindestens 5m!

Speziell für Metallbrände geeignet gibt es die D-Pulver Feuerlöscher. Diese enthalten spezielle Inhaltsstoffe, die für die Bekämpfung von Metallbränden entwickelt wurden. D-Pulver Feuerlöscher kommen fast ausschließlich in großen Fabriken und Industrien zum Einsatz.

Fazit: Pulver Feuerlöscher zeichnen sich vor allem durch ihre vielen Einsatzgebiete aus. Sie sind Allrounder, die sehr nützlich sind, jedoch einen großen Löschschaden anrichten können. Dafür sind Brände sehr schnell und effizient gelöscht. Pulver Löscher haben zudem eine lange Haltedauer. Wenn Sie nicht genau wissen, welchen Feuerlöscher Sie kaufen sollten, greifen Sie zum Pulverlöscher.

Der Wasser Feuerlöscher

Wer ans Löschen eines Brandes denkt, der denkt wohl zunächst an Wasser als Löschmittel. Tatsächlich gibt es auch Wasser Feuerlöscher, die allerdings erhebliche Nachteile gegenüber den bisher vorgestellten Varianten zeigen. Wasser Löscher sind nur für das Löschen der Brandklasse B geeignet. Alle anderen Brandklassen dürfen auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden, da es zu erheblichen Verletzungen kommen kann. Ein Nachteil der Wasser Feuerlöscher ist, dass die Frostgefahr sehr hoch ist und der Löscher daher nur in gut temperierten Räumen gelagert werden sollte. Es gibt zwar Zusatzstoffe, die das Einfrieren des Wassers verhindern sollen, jedoch wird nicht geraten, den Löcher beispielsweise im kalten Auto mitzuführen. Ebenfalls nachteilig ist, dass nach dem Löschen alles von Wasser durchtränkt ist. Viele Stoffe halten dies nicht aus. Gerade in Aktenlagern, in der das Löschen mit Wasser empfohlen wird, kann das Löschen zu Schäden führen.

Fazit: Das Löschen mit einem Wasser Feuerlöscher ist ausschließlich für die Brandklasse B geeignet! Das Löschen kann zu Wasserschäden an verschiedenen Stoffen führen, ist jedoch beim Löschen von festen Stoffen sehr effizient. Wir raten trotzdem davon ab einen Wasser Feuerlöscher zu kaufen.

Die Brandklassen

Um den richtigen Feuerlöscher zu kaufen, ist der Einsatzzweck extrem wichtig. Nicht alle Feuerlöscher sind geeignet, um alle Brände zu löschen. Brände werden in 5 Klassen unterteilt, A, B, C, D und F. Die Feuerlöscher sind jeweils mit den Buchstaben gekennzeichnet, für die sie geeignet sind.

  • Brandklasse A: Brände aus festen, glutbildenen Stoffen, die mit Wasser, Schaum oder ABC-Pulver gelöscht werden können
  • Brandklasse B: Brände aus flüssigen und flüssigwerdenen Stoffen (Benzin, Wachs, Öl, Kunststoff etc.)
  • Brandklasse C: Brände aus gasförmigen Stoffen (Erdgas, Methan, Wasserstoff etc.), die mit Schaum, ABC-Pulver und Kohlenstoffdioxid gelöscht werden können
  • Brandklasse D: Brände aus brennbaren metallischen Stoffen (Aluminium, Natrium etc.), die mit D-Pulver, Zement und Sand gelöscht werden können
  • Brandklasse F: Brände aus pflanzlichen und tierischen Speisefetten, die mit Kohlenstoffdioxid und speziellen Fettbrandlöschern gelöscht werden können

Brände, die aus pflanzlichen oder tierischen Speiseölen hervorgehen, dürfen niemals mit Wasser gelöscht werden, da der Brand dadurch viel größer wird! Gerade in der Küche ist es sinnvoll einen Fettbrandlöscher zu besitzen. Brände der Brandklasse F sind enorm gefährlich und ohne Fettbrandlöscher nur schwer zu bekämpfen.

Für den privaten Haushalt empfehlen wir die Feuerlöscher der Brandklassen A, B und F, da diese eine besondere Gefahr im Haus darstellen.

Was bedeuten die Zahlen vor der Brandklasse?

Wie bereits erwähnt, sind auf allen Feuerlöschern die Brandklassen abzulesen, für die der Feuerlöscher geeignet ist. Vor den Buchstaben für die Brandklassen befinden sich Zahlen. Diese Zahlen geben an, für welche Menge der Feuerlöscher ausgelegt ist.

Beispiele:

  • Brandklasse A: Hier wird von einem Normfeuer ausgegangen, das durch einen Holzstapel verursacht wurde. Die Zahl vor der Brandklasse beschreibt die Breite, die das Löschvermögen des Feuerlöschers umfasst. Ist ein Feuerlöscher beispielsweise mit 21A gekennzeichnet, beträgt die Breite des Normfeuers 2,1 m. Je größer also die Zahl, desto höher ist das Löschvermögen.
  • Brandklasse B: Hier wird von einem Normfeuer in einem zylindrischen Stahlebhälter ausgegangen, das durch eine brennbare Flüssigkeit verursacht wurde, die im Verhältnis 2:1 mit Wasser vermischt ist. Ist der Feuerlöscher beispielsweise mit 34B gekennzeichnet, beschreibt das Löschvermögen eine Menge von insgesamt 34 Litern, wovon 22,67 Liter aus der brennbaren Flüssigkeit bestehen. Auch hier gilt, je größer die Zahl, desto höher das Löschvermögen.
  • Brandklasse C: Hier wird kein Löschvermögen angegeben, da lediglich geprüft wird, ob der Feuerlöscher zum Löschen eines Gasbrandes geeignet ist.
  • Brandklasse F: Hier wird von einem Normfeuer durch brennendes Speiseöl ausgegangen. Die Zahl gibt an, wieviel Liter brennendes Öl oder Fett durch den Feuerlöscher gelöscht werden kann. Die Kennzeichnung 25F gibt beispielsweise an, dass mit dem Feuerlöscher 25 Liter brennendes Speiseöl gelöscht werden können.

Was sollte ich beachten, wenn ich einen Feuerlöscher kaufen möchte?

Wer sich einen Feuerlöscher kaufen möchte, sollte zunächst wissen, ob der Löscher für den privaten Haushalt oder für einen Betrieb gedacht ist. Daraufhin ist zu entscheiden, für welche Brandklasse der Feuerlöscher geeignet sein soll. Für den privaten Haushalt sind die Brandklassen A und F die wichtigsten, da diese am häufigsten vorkommen. Für die Brandklasse F gibt es spezielle Fettbrandlöscher, die handlich sind und direkt in der Küche verwahrt werden können. Für die Brandklasse A kann zwischen einem Schaum-, Pulver- oder Wasserfeuerlöscher gewählt werden. Wir empfehlen den Schaumlöscher, da dieser einen kontrollierten Ausstoß bietet, ein rückstandsloses Löchen ermöglicht und ein Wiederaufflammen verhindert. Schaumlöscher haben leider nur eine geringe Haltbarkeit von 6 Jahren. Hochwertige Modelle jedoch kosten etwas mehr, versprechen dafür aber eine Haltbarkeit von 8 bis 10 Jahren. Der Löschmittelaustausch nach Ablauf der Haltbarkeit ist zudem erheblich günstiger als bei den preiswerteren Modellen, hier kostet ein Austausch nur etwa 20€ anstatt 70€.

Von einem Pulverlöscher wird im privaten Hausgebrauch eher abgeraten, da kein kontrolliertes Ausstoßen möglich ist und erhebliche Rückstände des Pulvers zurückbleiben.

Für welche Art von Feuerlöscher Sie sich entscheiden, bleibt nun Ihnen überlassen. Wenn Sie sich einen Feuerlöscher kaufen, trägt dies in jedem Fall zu Ihrer und der Sicherheit von Ihrer Familie bei. Bei unseren Empfelungen finden Sie die besten Feuerlöscher für den privaten Hausgebrauch.

Drei unterschiedliche Bauarten und Funktionsweisen von Feuerlöschern

Es gibt drei verschiedene Betriebstypen von Feuerlöschern. Diese unterscheiden sich in deren Aufbau, der festlegt, wie der Druck innerhalb des Feuerlöschers erzeugt wird:

  • Dauerdrucklöscher
  • Aufladelöscher
  • Gaslöscher

Der Dauerdrucklöscher

Bei dem Dauerdrucklöscher befinden sich Löschmittel und Treibgas in nur einem Behälter. Daraus folgt, dass der Behälter und einem Dauerdruck steht und jederzeit zum Einsatz bereit ist. Sobald der Auslöser betätigt wird, kann ein Dauerdrucklöscher löschen. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Bedienung des Dauerdrucklöschers. Aufgrund der einfachen Bauart mit nur einem Behälter sind Dauerdrucklöscher zudem relativ günstig zu bekommen. Ein Nachteil ist allerdings, dass sobald der Behälter auch nur gering beschädigt wird, ein Druckverlust entsteht und der Löscher unbrauchbar wird. Zudem ist die Löschwirkung etwas geringer als etwa bei Aufladelöschern.

Der Aufladelöscher

Der Aufladelöscher ist wohl die sicherste Variante der Feuerlöscher. Grund dafür ist die Aufbewahrung von Treibgas und Löschmittel in zwei verschiedenen Behältern. Der Feuerlöscher kann so niemals versehentlich losgehen. Außerdem bietet die Verwahrung der Mittel in zwei Behältern den Vorteil, dass auch nur eine der beiden Komponenten ausgetauscht werden kann, falls hierfür ein Bedarf entstehen sollte. Die Löschwirkung ist die höchste der drei Feuerlöscher Varianten. Ein Nachteil an Aufladelöschern ist, dass durch das Mischen der beiden Mittel eine kurze Aufladezeit von etwa 4 Sekunden entsteht, ehe der Löscher in Betrieb genommen werden kann. Zudem ist der Preis etwas höher, da die Verarbeitung hochwertiger und komplizierter ist.

Der Gaslöscher

Ein Gaslöscher (CO2 Feuerlöscher) ist nach dem Prinzip der Druckspeicherung aufgebaut. Treibgas und Löschmittel bestehen aus dem selben Stoff, Kohlenstoffdioxid. Vorteile hieran sind die rückstandslose Benutzung des Löschers und die simple Bedienung. Die Löscher sind aber relativ hochpreisig und bedürfen einer Anwendung durch Fachmänner, da die Erstickungsgefahr hier sehr hoch ist.

Die richtige Wartung eines Feuerlöschers

Je nach Bauart verläuft die Wartung von Feuerlöschern etwas unterschiedlich. Auch die Kosten und die Wartungsintervalle sind verschieden. Wichtig ist, dass neu gekaufte Feuerlöscher nicht automatisch schon einen Instandhaltungsnachweis haben. Hierauf sollten Sie beim Kauf achten.

Die Wartung von Dauerdrucklöschern ist sehr aufwendig, da der Behälter unter einem anhaltenden Druck steht. Auch die Kosten für eine derartige Wartung sind deshalb relativ hoch. Eine Wartung sollte nach etwa 10 Jahren vorgenommen werden.

Aufladelöscher sind einfacher zu warten, daher ist die Wartung deutlich günstiger. Die Wartung geht sehr schnell und ist relativ simpel. Hier lohnt es sich beim Kauf etwas mehr Geld auszugeben. Bei einer regelmäßigen Wartung (etwa 5 bis 10 Jahre) kann ein Aufladelöscher ganze 25 Jahre halten. Auch ein Gaslöscher sollte alle 10 Jahre gewartet werden. Die Wartung ist ebenfalls relativ zeitaufwendig und daher etwas teurer.

Tragbare Feuerlöscher müssen laut BetrSichV nach maximal 5 Jahren im Innenbereich und nach maximal 10 Jahren im Außenbereich geprüft werden. Auch für private Haushalte empfehlen sich diese Werte als Richtwerte. Alle Feuerlöscher sollten grundsätzlich nur von Fachleuten gewartet, instandgesetzt und instandgehalten werden.

Die Wartungsschritte eines Aufladelöschers

Wer sich einen Auflade Feuerlöscher kaufen möchte, sollte auch über dessen Wartung bescheid wissen. Eine regelmäßige Prüfung des Feuerlöschers ist wichtig, damit dieser im Ernstfall ordnungsgemäß funktioniert. Im folgenden finden Sie alle Schritte, die bei der Wartung durch einen Fachmann nach DIN 14.406/4 durchgeführt werden.

  • 1. Prüfung des allgemeinen Zustands, der Sauberkeit und der Beschriftung des Feuerlöschers. Hierbei wird der Schlauch demontiert und der Behälter geöffnet. Zeitaufwand ca. 1-2 Minuten.
  • 2. Entleeren des Behälters und Kontrollieren des Löschmittels. Falls nötig, Austausch des Löschmittels. Zeitaufwand ca. 4-5 Minuten.
  • 3. Prüfung des Löschmittelbehälters auf Beschädigungen innen und außen,. Reinigung und Prüfung auf sicherheitsrelevante Beschädigungen der Amatur. Zeitaufwand ca. 4-5 Minuten.
  • 4. Kontrollieren des Schlauchs (und der Löschpistole) und der Kanäle und Leitungen,. Prüfung der Funktionsfähigkeit von Betätigungseinrichtung und Sicherheitsventil. Zeitaufwand ca. 1-2 Minuten.
  • 5. Kontrollieren der Treibgaspatrone auf Beschädigungen,. Austausch der Patrone bei Über- oder Unterfüllung. Montieren der Amatur, Plombieren der Sicherung und Einsetzen der Treibgaspatrone. Zeitaufwand ca. 1-2 Minuten.
  • 6. Einfüllen des Feuerlöschmittels, Einsetzen der Amatur und Verschließen des Feuerlöschers,. Montieren des Schlauchs und Anbringen eines Instandhaltungsnachweises. Anschließend Kontrolle der Feuerlöscherhalterung. Zeitaufwand ca. 4-5 Minuten.

Je nach Alter und Zustand des Feuerlöschers beträgt die Wartungszeit ca. 15 bis 20 Minuten. Achten Sie darauf, dass alle Schritte durchgeführt werden, schließlich bezahlen Sie auch dafür und legen Ihre Sicherheit fremde Hände. Schauen Sie also gerne bei der Wartung Ihres Feuerlöschers zu und lassen Sie sich die einzelnen Schritte erklären.

Die Wartungsschritte eines Dauerdrucklöschers

Auch wer sich einen Dauerdruck Feuerlöscher kaufen möchte, sollte über dessen Wartung bescheid wissen. Eine regelmäßige Prüfung des Feuerlöschers ist wichtig, damit dieser im Ernstfall ordnungsgemäß funktioniert. Im folgenden finden Sie alle Schritte, die bei der Wartung durch einen Fachmann nach DIN 14.406/4 durchgeführt werden.

  • 1. Prüfung des allgemeines Zustands, der Sauberkeit und der Beschriftung sowie der Kennzeichnung des Behälters. Zeitaufwand ca. 1-2 Minuten.
  • 2. Kontrolle des Betriebsdruck (und falls vorhanden, Vergleich mit Manometer). Bei Durckverlust, Öffnen des Löschers und Durchführung der Innenprüfung! Behälter und Amatur inkl. Schlauch auf Beschädigungen überprüfen. Zeitaufwand ca. 2-3 Minuten.
  • 3. Druckentlastung des Feuerlöschers, Abmontieren des Schlauchs und Öffnen des Behälters. Reinigung und Prüfung der Funktionsteile. Überprüfen der Dichtflächen und Dichtkegel, sowie der Kanäle und Leitungen. Zeitaufwand ca. 4-5 Minuten.
  • 4. Entnahme des Feuerlöschmittels und Kontrolle. Falls erforderlich, Austausch des Löschmittels. Vollständiges Entleeren des Behälters und Kontrolle auf sicherheitsrelevante Beschädigungen innen und außen. Zeitaufwand ca. 4-5 Minuten.
  • 5. Einfüllen des Löschmittels, Erneuern der Dichtringen, Einsetzen der Amatur und Verschließen des Feuerlöschers. Wiederherstellen des Betriebsdrucks und Durchführung einer anschließenden Dichtigkeitsprüfung. Zeitaufwand ca. 4-5 Minuten.
  • 6. Anbringung eines Instandhaltungsnachweises und anschließende Kontrolle der Feuerlöscherhalterung.

Je nach Alter und Zustand des Feuerlöschers beträgt die Wartungszeit ca. 16 bis 22 Minuten. Achten Sie auch hier auf die ordnungsgemäße Wartungsleistung eines Fachmannes und lassen Sie sich wenn möglich alle Schritte zeigen, sodass Sie sicher sein können, dass diese auch tatsächlich vorgenommen wurden. Führen Sie die Wartung nicht selbst durch!

Wie benutze ich einen Feuerlöscher?

Wenn der Ernstfall eintritt und die Situation den Einsatz eines Feuerlöschers erfordert, sollten Sie sofort wissen, wie der Feuerlöscher eingesetzt und wie er benutzt wird. Im Folgenden erklären wir Ihnen den Umgang mit einem Feuerlöscher Schritt für Schritt. Zunächst dürfen Sie den Feuerlöscher nur für die vorgesehenen Brandklassen benutzen. Achten Sie also auf jeden Fall auf die Kennzeichnung auf dem Löscher!

  • 1. Entnehmen Sie den Feuerlöscher aus der Halterung und befördern Sie ihn zum Einsatzort.
  • 2. Entfernen Sie die Sicherung. Hierzu müssen Sie den Sicherungsstift herausziehen. Bei Pulverlöschern dauert es in der Regel 2-4 Sekunden bis der Löscher einsatzbereit ist.
  • 3. Halten Sie ausreichend Abstand zum Brand, ca. 5 m. Je nach Model ziehen oder drücke Sie entweder den vorhandenen Hebel oder drücke Sie kurz fest auf den Schlagknopf.
  • 4. Zielen Sie mit der Pistole auf den Brand und betätigen Sie diese.

Wie lösche ich am effektivsten?

Wenn Sie die nachfolgenden Verhaltensregeln befolgen, können Sie einen Brand effektiv und schnell löschen. Bei größeren Bränden ist es jedoch wichtig, dass Sie sich zunächst selbst in Sicherheit bringen und auf die Feuerwehr warten, da Sachgegenstände zur Not ersetzt werden können.

  • Brand immer in Windrichtung löschen!
  • Flächenbrände vorn beginnend löschen!
  • Fließbrände von oben nach unten löschen!
  • Wandbrände von unten nach oben löschen!
  • Rückzündung beachten und abwarten!
  • Falls möglich, mit mehreren Feuerlöschern gleichzeitig löschen!
  • Lassen Sie den Feuerlöscher nach einem Brand direkt wieder befüllen, damit dieser einsatzbereit bleibt.

Feuerlöscher Kaufen - das Infovideo

Informieren Sie sich im Video von ORF über den Gebrauch von Feuerlöschern.